Ergebnisse der Basel III-Auswirkungsstudie für deutsche Institute

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht untersucht im Rahmen des Basel III-Monitoring die Auswirkungen der Regelungstexte "Basel III: Ein globaler Regulierungsrahmen für widerstandsfähigere Banken und Bankensysteme" sowie "Basel III: Internationale Rahmenvereinbarung über Messung, Standards und Überwachung in Bezug auf das Liquiditätsrisiko" für ausgewählte Institute. Das Monitoring wird halbjährlich zu den Stichtagen Ende Dezember und Ende Juni durchgeführt. Jetzt wurden die Ergebnisse der Studie zum Stichtag 30. Juni 2013 veröffentlicht:

  • Die 46 an der Studie teilnehmenden deutschen Institute haben im Mittel die Zielquote von 7 % für das harte Kernkapital nach der Basel III-Definition überschritten. Dabei wird die Vollumsetzung von Basel III ohne Beachtung der Übergangsvorschriften vorausgesetzt. Die acht großen Institute liegen mit einer mittleren harten Kernkapitalquote von 8,3 % deutlich oberhalb der Zielquote. Die übrigen, kleineren Banken weisen im Mittel bereits eine Quote von 12,3 % aus.
  • Der Kapitalbedarf der acht großen deutschen Banken ist im Vergleich zum vorigen Stichtag Ende Dezember 2012 um 9 Mrd. € auf 5 Mrd. € gesunken. Dabei bezieht sich der Kapitalbedarf auf die Zielquote von 7 % zuzüglich eines Kapitalpuffers bei global systemrelevanten Instituten.
  • Die durchschnittliche Leverage Ratio beträgt für die großen Institute 2,2 % und für die kleineren Banken 4,3 %. Zum aktuellen Stichtag erreichen oder übertreffen 70 % aller teilnehmenden Institute die vorläufige Zielquote in Höhe von 3,0 %.
  • Die Liquiditätsdeckungskennziffer LCR beträgt für die großen Banken im Mittel 99,7 %, für die kleineren Institute 129,5 %. Insgesamt besteht noch ein Bedarf an liquiden Aktiva in Höhe von 44 Mrd. €.

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